Ayurvedische Räucherstäbchen & Räucherkegel

Ayurvedische RaeucherstaebchenAyurvedische Räucherstäbchen
Rolle mit 16 Stäbchen ca. 25 min. Brenndauer

Das Sortiment an ayurvedischen Räucherstäbchen umfasst sieben verschiedene Düfte, hergestellt aus traditionellen Pflanzenmischungen, bekannt für ihre Wirkung auf die sieben Lebensenergie-Zentren (Chakras). Dazu passend die ayurvedischen Duftkegel, konzipiert für den Ausgleich der s.g. Doshas.

Ayurveda

Alle diese Düfte sind nach der so genannten „Dry Masala Bhattis Methode“ gefertigt, also ohne das nachträgliche Tauchen in Duftessenzen. Eine außerordentliche Sorgfalt wird auf die Wahl der lnhaltsstoffe und ihrer Reinheit gelegt, höchste Genauigkeit auf ihre Ausgewogenheit.

Im Verströmen ihres Räucherdufts haben die Pflanzen dieser Zusammensetzungen, nach der ayurvedischen Tradition, Einfluss auf die verschiedenen Zentren unserer Lebensenergie, ebenso wie auf unsere Psyche. Sie werden wie die klassischen Düfte angewendet, oder unter Hinzufügen von essentiellen Ölen.

Ayurvedische Räucherstäbchen Freude Ayurvedische Räucherstäbchen Harmonie Ayurvedische Räucherstäbchen Harmonie
Freude  

Wurzelchakra (Mulhadara)

Belebende Mischung

– Element Erde-Sandelholz, Patchouli und Basilikum.

Harmonie  

Milzchakra (Svadisthana)

Harmonisierende Mischung

– Element Wasser – Jasmin, Night Queen und Pflanzenpulver.

Energie  

Nabelchakra
(Manipura)

Aktivierende und wärmende Mischung

– Element Feuer –   Warm, leicht und trocken. Henna, Patchouli und Narde.

Ayurvedische Räucherstäbchen Liebe

Ayurvedische Räucherstäbchen Reinheit

Ayurvedische Räucherstäbchen Intuition
Liebe  

Herzchakra (Anahata)

Beruhigende Mischung – Element Luft – Rose, Kampfer, Sandelholz und Minze.

 

Reinheit  

Kehlkopfchakra (Vishudda)

Reinigende Mischung – Element Äther – Magnolia champaka und Ocimum sanctum (Tulsi, indischer Basilikum).

Intuition  

Stirnchakra
(Ajna)

Begünstigt Konzentration und inneres Gleich-gewicht, fördert Innenschau. Indische Blumen, Zitronenöl und Sandelholz.

Ayurvedische Räucherstäbchen Friede

Ayurvedische Räucherstäbchen Entdeckung  
Friede  

Kronenchakra (Sahasrara)

Entspannende Mischung. Gebrauch für Meditation und Yoga, besonders nützlich bei Stress, Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Angst und Aggressivität. Sandelholz, Kalmuswurzel, Vetiver und Zedernholz.

Entdeckung  

Probiersortiment      Rolle mit 2 Stäbchen jeder Duftnote des Sortiments.

 

Ayurvedische Räucherkegel

Schachtel mit 15 Kegeln cl 20 min. Brenndauer.

Diese drei Duftnoten werden hergestellt, um übermäßige Spannungen auszugleichen, sei es aufgrund von körperlicher Verfassung, Klima, Jahreszeiten, Aktivitäten, Umwelt uvm.

Um Ihre Körperkonstitution heraus zu finden, wenden Sie sich an einen ayurvedischen Arzt. Der allein kann Ihnen eine ernsthafte Diagnose über Ihre körperliche Verfassung erstellen, und fundierte Ratschläge zur geeigneten Lebensführung hinsichtlich Ernährung, Haltung, Aktivitäten uvm. geben. Daneben existieren mehrere Schriften zum Thema, die Tests zum Erkennen der körpereigenen
Konstitution anbieten.

Ayurvedische Räucherkegel Kapha Ayurvedische Räucherkegel Pitta Ayurvedische Räucherkegel Vata
Kapha
Belebend
Ihr vorherrschendes Dosha ist Kapha (Wasser und Erde). Sie haben ein ausgeglichenes Gemüt, sind vertrauenswürdig und geduldig, lieben die Routine und scheuen Veränderungen, verwenden Sie die Duftkegel Kapha, deren pflanzliche Zusammensetzung stimulierend wirkt. Patchouli, Nelke, Sandelholz.
Pitta  

Entspannend
Sind Sie der Pitta- Typ (Feuer und Wasser), aufmerksam, unternehmerisch, organisiert, mutig, aber manchmal arbeitswütig und verärgert, dann bringen Ihnen die Duftkegel Pitta Frieden und Frische. Oliban, Myrrhe, Asparagus racemosus, Salsepareilla

Vata  

Tröstlich
Mit dem Temperament Vata (Luft und Äther), enthusiastisch, kreativ, Abwechslung und Neuheit liebend, aber mit Hang zu Ängstlichkeit und Unruhe, wählen Sie die Duftkegel Vata, zusammengesetzt aus weißem Sandelholz, Kalmuswurzel, Bala und Vetiver.

Hilfsprojekt des Karnataka Waldgebiets
Die humanitäre Organisation „Vivekananda Girljana Kalyana Kendra“ (VGKK) wurde im Jahre 1981 von Dr. H. Sudarshan gegründet. Sie widmet sich der Entwicklung einer Gemeinschaft von 20.000 Menschen in ihrer angestammten Umgebung, in der Waldregion des Karnataka. Ein Teil der ayurvedischen Düfte, sowie einige Zutaten anderer Produkte der Herstellerfirma in Bangaluru werden von den Stammesmitgliedern der Soliga hergestellt.
Die VGKK-Organisation erhält ebenfalls von unserem Partnerunternehmen eine Subvention aus den Verkäufen der Duftwaren.

Hinweis: Die therapeutischen Hinweise sind unverbindlich. Alleinstehend sind sie unzureichend und müssen im Kontext berücksichtigt werden. Bei Anzeichen von Krankheiten sollten Sie daher unbedingt Ihren Arzt konsultieren.

Wikipedia-Beitrag über Dr. H. Sudashan

Wikipedia-Beitrag über Ayurveda

Ayurvedische Räucherstäbchen bei ANANDAM

Bildnachweis: Les Encens du Monde ©istockphoto/elenaray

Text-Quelle: Aromandise

Feng Shui Räucherstäbchen

Feine Düfte zur Harmonisierung des „Chi“, Lebensenergie für den Wohnraum.

Feng Shui Kompass

Die Feng Shui Räucherstäbchen von Les Encens du Monde stammen aus der Provinz Canton. Die Grundpaste ist der japanischen sehr ähnlich. allerdings wird sie in China um ein feines Bambusstäbchen gerollt.

Feng Shui ist ein 3000 Jahre altes Wissen über die Kunst zur Harmonisierung des Lebens in unserer Umgebung. Eine Darstellung der chinesischen Weitsicht, voller Lebensweisheiten. Ihr meistbekannter Anwendungsbereich besteht in der Harmonisierung von Wohnräumen. Räucherwerk trägt zu dieser „Dynamisierung“, neben anderen Faktoren, wie Ort, Mobiliar und auch ihren Bewohnern, bei.

Die Lebensenergie wird durch 5 Elemente dargestellt: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Ist eines dieser Elemente in einem Wohnraum zu schwach, so stärken wir es durch entsprechende Düfte, Gegenstände oder Farben.

Holz Feuer / Weihrauch metal
Holz – Zeder

Das Element Holz wird durch die Zeder repräsentiert. Ein grüner und
balsamischer Duft. Fördert die Lebenskraft, den Wohlstand und die Beziehungen innerhalb der Familie. Für das Wohnzimmer.

Feuer – Weihrauch

Das Element Feuer wird durch den Weihrauch repräsentiert. Ein harziger
und warmer Duft. Fördert die Tatkraft, den Willen und die Beziehungen zu
den Nachbarn. Für die Küche.

Wasser – Jasmin

Das Element Wasser wird durch Jasmin repräsentiert. Ein frischer und
blumiger Duft. Fördert die Kreativität, das Anpassungsvermögen und wirkt
positiv auf die beruflichen Beziehungen. Für Bad und Arbeitszimmer.

erde wasser  

Erde – Orange

Das Element Erde wird durch die Orange repräsentiert. Ein sanfter und
süßer Duft. Fördert die Beständigkeit, wirkt stärkend und übt eine
positive Wirkung auf die ehelichen Beziehungen aus. Für das Schlafzimmer.


Metall – Patchouli

Das Element Metall wird durch Patchouli repräsentiert. Ein frischer und
würziger Duft. Fördert die innere Lebensenergie sowie das Denkvermögen
und wirkt positiv auf die Beziehungen zu Freunden und Eltern. Für den
Eingangsbereich.

 
Bildnachweis: ©istockphoto/red_green_blue/Aromadise

Feng Shui Räucherstäbchen bei ANANDAM

Auroshikha-Harz-Räucherstäbchen

Auroshikha Harz-Räucherstäbchen
Auroshikha Harz-Räucherstäbchen

Diese ca. 25cm langen Räucherstäbchen wurden mit einer Schicht echter Räucherharze bzw. Sandelholzspänen überzogen und bieten so einen sehr authentischen und natürlichen Duft verschiedener Harze und Hölzer.

Inhalt 10 große Stäbchen

100% natürliche Zutaten

Brenndauer je Stäbchen ca. 1,5 Stunden

Copal-Stäbchen Dammar-Stäbchen Gum Bezoe Stäbchen
Copal

erhebend und reinigend

Dammar

kühlend und erhebend

Gum Benzoe

beruhigend und reinigend

Sandel-Stäbchen Weihrauch-Myrrhe-Stäbchen Weihrauch Stäbchen
Sandelholz

beruhigend und gut geeignet für die Meditation

Myrrhe-Weihrauch

erholsam und regenerierend

Weihrauch

beruhigend und regenerierend

.

zu den Auroshikha-Harz-Räucherstäbchen

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Traditionelle Tibetische Räucherstäbchen

Tibetische Tingshas (Zimbeln), die zum Beginn und zum Ende einer Meditation erklingen.
 
Diese 100% naturreinen Räucherstäbchenstäbchen stammen aus einem Nyingmapa-Kloster in Nepal und werden gemäß den alten tibetischen Schriften und der Tradition unter der Aufsicht des Mönches Dagpa Tamdin hergestellt.
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Traditionelle Räucherstäbchen Meditation

Traditionelle Räucherstäbchen Gebet

Traditionelle Räucherstäbchen Reinigung

Meditation

Fördert geistigen Frieden und Konzentration in der Meditation

Gebet

 

Traditionell zum Gebet eingesetzt. Mindert Stress und
Nervosität

Reinigung

Zur Reinigung der Atmosphäre

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Tibetische Düfte tragen die Mächtigkeit des Himalayas in sich und das erleuchtete Bewusstsein seiner Weisen.
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Nach altüberlieferten Texten und traditionellen Rezepturen werden diese Räucherstäbchen in Nepal hergestellt. Ihre holzigen und würzigen Düfte erzeugen eine Atmosphäre von Ruhe und Harmonie.
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Spannungen, Stress und Traumata sind in der tibetischen Medizin eine Störung des Gleichgewichts der „Winde“ (r’Lung), gleichbedeutend dem „Chi“ in China und „Vata“ in der ayurvedischen Tradition.
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Pflanzen- und Holzpulver werden mit Wasser vermischt um die Energien auszugleichen. Diese Paste wird von Hand zu Stäbchen gerollt. Oft enthalten die Mischungen mehrere Dutzend verschiedener pflanzliche Zutaten, wie Wacholder-, Sandelholz-, Nelkenpulver, indische Myrrhe und Weihrauch, Galgant und Alant, sowie verschiedene  medizinische Pflanzen.

 

Quelle: Aromandise

Diese Artikel bei ANANDAM

©iStockphoto.com/ascione/globalfolkart/Aromandise

Die Ursprünge und Entwicklung der japanischen Räucherstäbchen

Im Jahre 538 wurde der Buddhismus das erste Mal nach Japan gebracht. Als Folge kamen sowohl Statuen von Buddhas, alte Sutras, als auch erstes Räucherwerk über den Ozean. Von diesem Moment an wurde Räucherwerk ein untrennbarer Teil japanischer Geschichte.

Räucherwerk bzw. Räucherstäbchen haben eine unschätzbare Rolle sowohl in den Zeremonien und Riten des Buddhismus, als auch in jenen der Shinto Schreine. Es hat das Ansehen die Umgebung zu reinigen, um das buddhistische „Alamkaraka“ (Reich der Verzierung) hervorzubringen. Das Räucherwerk wird überall im Land sowohl für seine reinigenden, als auch für seine medizinischen Eigenschaften geschätzt.

Schon vor mehr als tausend Jahren war Räucherwerk eng in das tägliche Leben eingebunden. Der (private) Gebrauch des Räucherwerks fand im alten Chang-an (China) unter der königlichen Klasse große Beliebtheit.

Das Mischen von verschiedenen Zutaten und das anschließende Kneten zusammen mit Pflaumenfleisch und Honig wurden häufig angewendet. Mit diesem Räucherwerk wurden Zimmer beduftet, die Ärmel eines Kleidungsstücks ausgestattet oder sogar ein ganzes Kleidungsstück damit durchdrungen. Die Entwicklung einer solchen Liebe zum Räucherwerk in Japan wird in der „Geschichte von Genji“* eindrucksvoll geschildert, in der man eine Idee von der stilvollen Aristokratie der Heian-Ära bekommen kann, die so eifrig daran arbeitete, ihre eigenen exquisiten Düfte zu mischen.

Von diesen einfachen Anfängen kam es nach und nach zu einer Transformation durch gegenseitigen Wettbewerb verschiedenster Mischungen, genannt „Takimono-awase“ (Duft mischend). Nach einiger Zeit entwickelte sich das Verbrennen von natürlichen Rohzutaten zum „Ko-awase“ (Räucherwerk-Mischen) und dieses elegante Spiel wurde später die Quelle der Kodo Zeremonie (Weg des Räucherwerks).

Traditionelles japanisches Räuchergefäß
Traditionelles japanisches Räuchergefäß

Während der Lehnszeit (Sengoku jidai, 1490 – 1573) Japans entwickelte sich der Bedarf für die sowohl einfache als auch praktische Form des Räucherstäbchens. Chinesen der Ming-Dynastie lieferten die Techniken, Räucherstäbchen herzustellen. Es war einfach, das pulverisierte Räucherwerk zu einem Stäbchen zu rollen, und es war leichter zu transportieren und zu verwenden. Dies war eine Epoche der uneingeschränkten Räucherstäbchen-Beliebtheit. Räucherstäbchen waren begehrt in allen Klassen, reich und arm.

Baieido geht auf die Muromachi Periode (1338-1573) in der japanischen Geschichte zurück. Während dieser Zeit wurde der Gründer von Baieido Kakuuemon Yamatoya ein Großhändler für medizinische Kräuter in Sakai. Sakai war ein bekannter Handelshafen (nahe Osaka) im altem Japan, in dem der Handel mit Räucherwerk eine hohen Stellenwert besaß. Im Jahr 1657 nannte sich der Gründer „Jinkoya Sakubei“ und spezialisierte sich darauf, Räucherzutaten und Räucherstäbchen zu verkaufen. „Jinkoya“ (Aloenholzhändler) war in Sakai ein besonderer Name. Nur medizinische Großhändler, die sich auf Räucherwerk spezialisiert hatten, wurden bevollmächtigt, diesen Namen zu verwenden.

Die Herstellung von Räucherstäbchen ist ein außerordentlich zarter Prozess. Baieido widmet sich seit über 300 Jahren den alt-ehrwürdigen Traditionen von Jinkoya Sakubei, Räucherstäbchen herzustellen. Die Methoden und Rezepte sind von Generation zu Generation in einer ungebrochenen geheimen mündlichen Tradition überliefert worden.

Baieido steht in der Tradition, die geheimen Formeln des Urahnen Jinkoya Sakube zu bewahren. Es ist der glühende Wunsch von Baieido, seinen Kunden die wahren, ehrwürdigen Düfte reinster Räucherstäbchen durch die seit der Gründung im Jahr 1657 gehüteten Methoden zu bieten.

* Die Geschichte vom Prinzen Genji – Genji monogatari – wird als der erste bedeutende Roman der Literaturgeschichte angesehen. Er wurde von Murasaki Shibuki, einer Dame, die am Hof von Heian lebte, im 11. Jahrhundert geschrieben. Der Roman erzählt in 54 Kapiteln vom Leben und den Liebesaffairen des Prinzen Genji . Die Erzählungen von Genji wurden auf zahllosen Bildern (Ukiyo-e) verewigt.

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Quelle: Baieido Japan / aus dem Englischen übertragen Klaus Wengel

©iStockphoto.com/BernardAllum/baieido

Auroshikha Agarbathies

Auroshikha Räucherstäbchen
Auroshikha Räucherstäbchen

Die seit Mitte der siebziger Jahre in Deutschland sehr bekannten und beliebten Auroshikha Räucherstäbchen sind eng mit den Orten Pondicherry und Auroville in  Südindien verbunden.

Pondicherry

Allee in Pondicherry
Allee in Pondicherry (1984)

Pondicherry (heute Puducherry) ist eine kleine Stadt in Südindien (Tamil Nadu) mit einem ganz besonderen Flair. Etwa 135km südlich von Chennai (Madras), direkt am Golf von Bengalen gelegen.

Pondicherry war von 1673 bis 1954 unter französischer Herrschaft und die Hauptstadt ‚Französisch Indiens‘. Sie wird von den Einwohnern liebevoll „Pondi“ genannt. Pondicherry ist eine sehr europäische Stadt und noch heute ist der französische Einfluss, z.B. an den Straßennamen, deutlich spürbar.

Sri Aurobindo Ashram

Um 1910  traf der indische Politiker, Philosoph und Yogalehrer Aurobindo Ghose in Pondicherry ein. Dieser wurde wegen seiner politischen Aktivitäten in Indien verfolgt und suchte Schutz in der französisch verwalteten Enklave Pondicherry. Er vollzog hier eine innere Wandlung, stellte seine politischen Aktivitäten ein und widmete sich alsdann nur noch dem Yoga und der Lehre. In späteren Jahren entstand um dieses Zentrum der Sri Aurobindo Ashram, eine in Indien bis heute hoch angesehene Institution.

Auroville

Von Sri Aurobindo und seiner Weggefährtin Mata Mira inspiriert, entstand seit 1966 das Projekt „Auroville“, eine reale Stadt der Zukunft. Dieses Vorhaben wurde von der ersten Stunde an von der UNESCO begleitet und unterstützt.  Nur ein paar Kilometer nördlich von Pondicherry wurde Land gekauft. Die Böden waren hoffnungslos verkarstet und ohne Bewuchs, die Landbevölkerung bitterarm und unterversorgt. Langsam begeisterte die Idee Auroville immer mehr tatkräftige Menschen. Auf dem mehr und mehr aufblühenden Boden entstand eine Art internationaler Begegnungs- und Experimentierfeld für unzählige Projekte von Menschen, die aus allen Erdteilen gekommen waren, um hier zu leben und zu arbeiten.

Udavi Auroshikha

Das Office-Team von Auroshikha (ca. 2000)

Unter anderem wurde 1973 nahe Auroville,  im kleinen Dorf Edayanchavady, eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Namen Udavi gegründet. Unter der Leitung des französischen Parfümeurs Guy Myotte und der Hilfe eines kundigen Hindumönchs begann man AUROSHIKHA-Räucherstäbchen zu produzieren. Ziel des Projekts war es, den Lebensstandart der Dorfbewohner, durch Arbeit, Ausbildung und medizinische Versorgung zu verbessern.

Auroshikha Agarbathies ist bis heute ein fester Bestandteil des Sri Aurobindo Ashram in Pondicherry, Süd-Indien.

Das Auroshikha-Gebäude in Pondicherry
Das Auroshikha-Gebäude in Pondicherry

Genau wie die Stadt Pondicherry ist das Projekt Auroshikha und deren Produkte  ein schönes Beispiel für die Verschmelzung indischer und europäisch-französischen Einflüsse zu etwas ganz Neuem und Einzigartigem. So werden alle Duftstoffe aus Südfrankreich (Grasse und Umgebung) von namhaften Parfumherstellern eingeführt.

Die heute so populären buntmarmorierten Räucherstäbchenpackungen waren Mitte der siebziger Jahre etwas ganz Neues und in Indien einzigartig. Auch der dezente Duft unterschied sich entscheidend von den sonst üblichen oft sehr heftigen Gerüchen indischen Räucherwerks.

Und so gelangte die Kunde von den neuartigen Räucherstäbchen aus Auroville schon bald die westliche Welt. In der ersten Zeit von ein paar Idealisten unterstützt, nahm die Verbreitung rasant zu. Heute liefert Auroshikha in viele Teile der Welt und ist auch nach fast 40 Jahren immer noch jung und sehr beliebt geblieben.

ANANDAM

auroshikha_transport
Eine Lieferung für ANANDAM auf dem Weg zum Hafen. (ca. 1980)

ANANDAM entstand Mitte der siebziger Jahre in Berlin, innerhalb des „Peacefood“, einem der ersten Naturkostläden Deutschlands.

Von Berlin aus gab es regelmäßige Kontakte nach „Auroville“ und zum Projekt Udavi Auroshikha. Und schon bald gingen die ersten kleinen Lieferungen von Auroville nach Berlin. Die Nachfrage war gut und bald wurden auch andere, neu entstandene Naturkostläden beliefert. Langsam entwickelte sich so ein kleiner eigenständiger Versandhandel, der den Namen ANANDAM bekam. Das war etwa 1975.

Als Ende der siebziger Jahre das Peacefood aufgelöst wurde, kam ANANDAM zu uns nach Hamburg. Seit dem haben wir (Klaus u. Marlis Wengel) die Arbeit kontinuierlich weitergeführt und stehen nach wie vor in regem Kontakt mit unseren indischen Freunden.

Produktion der Räucherstäbchen

Heute sind Office und Produktions-Stätten nach Pondicherry und Bangalore verlagert.

Räucherstäbchen-Produktion bei Auroshikha
Räucherstäbchen-Produktion bei Auroshikha

Die eigentliche Produktion der Räucherstäbchen wird von einigen hundert Frauen in Heimarbeit und in den Produktionsräumen von Auroshikha gefertigt. Es handelt sich hierbei um reine Handarbeit.

Dabei wird eine noch unparfümierte Masse aus Kokosnuss-Asche und Jeegat-Pulver gemischt. Jeegat, die Rinde des indischen Lorbeers (Litsea glutinosa). Dieser hat unglaubliche Klebe-Eigenschaften und sorgt dafür, dass die Räucherstäbchen-Masse zusammenhält und am Stäbchen kleben bleibt.

Räucherstäbchen werden zum Trocknen ausgelegt
Räucherstäbchen werden zum Trocknen ausgelegt

Ich habe bei meinem Besuch 1984 selbst sehen können, wie schnell und präzise die Frauen die Masse auf die Stäbchen rollten.

In einem weiteren Produktionsprozess werden die Stäbchen mehrfach in entsprechende (aus Frankreich stammende) Duftessenzen getaucht und anschließend ausgiebig getrocknet, was besonders in der feuchten Monsunzeit schwierig ist. Als letzter Schritt wird die Ware abgewogen und verpackt.

Die Räucherstäbchen entsprechen den Bestimmungen der IFRA (International Fragrance Association) in Genf, Schweiz.

Arbeitsbedingungen

Während seines ganzen Bestehens hat Auroshikha immer sehr viel Wert auf das Wohl der Arbeiter und Angestellten und der Angehörigen und Kinder gelegt. Es gibt keine Kinderarbeit. Die Arbeitsstätten sind sauber, gut belüfte und  angenehm kühl, was man sehr zu schätzen lernt, wenn man z.B. im Mai (so, wie ich) bei bis zu 42°C vor Ort ist.

Was in Indien (noch) nicht selbstverständlich ist: Kostenlose ärztliche Behandlung für alle Mitarbeiter und ihren Familien, Erstattung von Krankheitsurlaub, Altersrente und Ruhegeldern.

Die Arbeitsvorschriften der indischen Regierung werden bei Auroshikha vollständig eingehalten.

Udavi Schule

Udavi School Image
Udavi School Image

Die von Auroshikha ins Leben gerufene Udavi Schule wurde im Jahr 1973 als Krippe für Dorfkinder gegründet. Seitdem nahm nicht nur die Zahl der Kinder stetig zu, sondern auch die Vielfalt an Einrichtungen. Die Schule bietet Kindern von 3 bis 15 Jahren eine Ausbildung, und heute werden mehr als 300 Kinder in den Klassen betreut – angefangen vom Kindergarten bis hin zur Mittel- und Oberstufe. Unterrichtssprache ist Englisch, da Kenntnisse in der Sprache als unerlässlich für weiterführende Studien angesehen werden. Sämtliches Unterrichtsmaterial wie Textbücher, Hefte und andere Schulutensilien sind kostenlos für die Kinder.

Ziel der Schule ist es, den Kindern aus den umliegenden Dörfern einen kostenlosen Schulbesuch zu ermöglichen, um ihre jeweiligen Talente zu fördern und zu entwickeln und ihnen so Türen zu Beruf und Karriere zu öffnen, die ihnen sonst verschlossen blieben.

Die Kinder bekommen morgens ein nahrhaftes Frühstück, mittags ein warmes Mittagessen und nachmittags gesunde Zwischenmahlzeiten.

Einrichtungen zur medizinischen und gesundheitlichen Versorgung stehen den Kindern kostenlos zur Verfügung.

Besonderes Gewicht wird auf Aspekte der nicht-akademischen Ausbildung gelegt. Die Nachmittage sind ausschließlich für kreative Aktivitäten wie Zeichnen und Malen, Sticken, Tanz, Drama, Musik, etc. reserviert.

Spiele und Sport sind wesentliche Bestandteile des täglichen Stundenplans.

Auroshikha hat sich seit ein paar Jahren aus der Leitung der Schule zurückgezogen, unterstützt dieses Projekt aber weiterhin finanziell.

Ausblick

Indien ist im Wandel – Wie alle anderen mittelständischen Unternehmen, spürt das auch Auroshikha. Es herrscht akuter Arbeitskräftemangel. Immer mehr gute Fachkräfte wandern in die USA aus. Um die Menschen zu halten, steigen die Löhne stetig. Die Produkte aus Indien werden teurer.

Weiterführende Links:

Das Auroshikha Angebot bei ANANDAM

Wikipedia-Beitrag Pondicherry
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YouTube-Beitrag – Pondicherry – Auroville

:Internetseite des Sri Aurobindo Ashram

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YouTube Beitrag – Auroville Präsentation 2009
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YouTube Beitrag- Udavi School Dance Performance

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