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Myrrhe

Mittlerer Osten

Mittlerer OstenHerkunft

Herkunft

Myrrhe ist das Harz des Myrrhenbaumes (Commiphora myrrha). Man findet Myrrhen-Bäume vom Jemen über Ost-Äthiopien, Somalia bis in den Norden von Kenia. Der Name leitet sich aus dem Arabischen von „murr“ bzw. „maror“ = bitter ab.
Myrrhe-Baum

Myrrhe-Baum

Der Myrrhe-Baum

Die Myrrhe ist ein Baum mit dornigen Ästen, der bis zu einer Höhe von etwa neun Meter wachsen kann. Typisch ist die silbergraue Rinde, die sich immer wieder an vielen Stellen pergamentartig ablöst und kräuselt. Wahrscheinlich ein Schutz gegen Hitze und Austrocknung.

Myrrhe-Harz

Myrrhe-Harz

Das Harz

Das Myrrhen-Harz ist braun und von sehr fester fast glasartiger Konsistenz. Die meisten Sorten geben deshalb bei Zimmertemperatur nur sehr wenig von Ihrem Duft frei. Der Duft des Myrrhe-Rauchs ist warm-erdig-würzig-leicht. Der Geschmack des Harzes ist bitter.
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Geschichtliches

.Myrrhe ist eines der ältesten Medikamente der Welt. Es wurde in den ägyptischen medizinischen Texten schon seit 2800 v. Chr. erwähnt und ist eines von vielen Zutaten im Papyrus Ebers, das über achthundert Arzneimittel Rezepte erwähnt. Die Ägypter verbrauchten große Mengen von Myrrhe, sowohl in den Tempeln als auch zur Einbalsamierung und zur Herstellung edler Salben. Außerdem wurde Myrrhe gerne dem Wein zugesetzt.

Schon das älteste in der ägyptischen Literatur erhaltene Gedicht, das 4.000 Jahre alte „Lied des Harfenspielers“ empfiehlt Myrrhe für den Lebensgenuss mit folgenden Worten:
Folge deinem Wunsch, weil du lebst,
lege Myrrhe auf dein Haupt,
kleide dich in feines Linnen,
getränkt mit köstlichen Wohlgerüchen,
den echten Dingen der Götter.
Vermehre deine Wonnen noch mehr,
lass dein Herz nicht müde sein,
folge deinem Wunsch und deinem Vergnügen
Der griechische Geschichtsschreiber Plutarch (um 46- 119) berichtet, das im Tempel der Isis täglich dreimal geräuchert wurde. Morgens vermutlich mit Weihrauch, mittags mit Myrrhe und abends mit Kyphi.
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Das Hohelied Salomons sagt in Kapitel 4.13 über den Körper der Geliebten, dass er dufte…
…wie ein Lustgarten von Granatäpfeln und Zyperblumen, mit Narden und Safran, Kalmus und Zimt, Weihrauch, Myrrhe und Aloe“.
Myrrhe war im Altertum weit verbreitet. Gleichermaßen wurde es in den Tempeln von Babylon, Griechenland, Indien, China und Rom verräuchert und selbst Piraten sahen es als wichtige Beute an.
Wie Weihrauch war auch  Myrrhe über Jahrtausende ein wichtiges Handelsgut.
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Heutige Verwendung

.Myrrhe hat eine antiseptische, blutstillende Wirkung. Das wussten schon die alten Ägypter, die Ihre verwundeten Soldaten damit behandelten.

Auszüge aus der Myrrhe finden heute noch sehr vielfältige Verwendung, z.B. als Myrrentinktur zur Behandlung leichter Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, oder in Kaugummi, Zahncremes und im Rasierwasser. Weiterhin kennt man das ätherische Myrrhenöl auch als Kopfnote in Parfums wieder. Auch zur Restauration alter Instrumente wird es hin und wieder noch benötigt.
Myrrhe-oel

Myrrhe-Öl


Myrrhe-Öl

Das ätherische Öl, welches aus Myrrhe-Harz destilliert wird, ist typischerweise dick, hellgelb bis orange-braun, mit einem warmen, balsamischen, süß, würzig, scharfen Aroma. Es hat viele der gleichen Eigenschaften wie das Harz. Da das Myrrhenöl auch während und nach der Destillation ausflockt und alle Leitungen verstopft, ist nach dem Vorgang eine gründliche Reinigung der Anlage erforderlich.

Schlussbemerkung

Vorsorglich weisen wir noch einmal darauf hin, dass das von uns verkaufte Myrrhen-Harz ausschließlich zum Verräuchern gedacht ist und kein Heilmittel oder Kosmetika darstellt.
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©iStockphoto.com/AWSeebaran/zanskar

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Papier d’Arménie

Papier d’Arménie

Geruchsverzehrer und sinnlicher Duft aus Frankreich.

Papier d'Arménie

Papier d'Arménie

August Ponsot beobachtete 1885 während einer Reise durch Armenien, dass das Verbrennen des Harzes vom Styrax-Baum die Luft erfrischt und das Raumklima verbessert. In Partnerschaft mit dem Apotheker Henri Rivier kreierte er eine Papierpaste aus einer Melange von natürlichen Duftharzen. Dieses Rezept entwickelte sich zu einem sehr erfolgreichen Produkt. Es wurde durch die Weltausstellung 1889 in Paris berühmt.

Das Papier d’Armenie wird seit über 120 Jahren auf die gleiche traditionelle handwerkliche Weise im Familienbetrieb des Gründers hergestellt.

Die Produktion

Styraxharz aus Laos wird in Alkohol bei 90°C gelöst, mit Weihrauchharz und Myrrhe gemischt und Papier in dieser Lösung getränkt.

Abschließend wird das Papier in eine Salzlösung getaucht. Dies verhindert, dass später das Papier d’Armenie zu schnell abbrennt.

Danach werden die Papierbögen in Öfen getrocknet und später dann durch Pressen geschickt und geschnitten. Der ganze Verarbeitungsprozess dauert bis zu drei Monate.

Das Papier d’Armenie neutralisiert Gerüche an jedem Ort. Wirksam ist es in verräuchten Räumen, sowie Büros, Küchen, Kellern und auf Reisen, im Hotel etc.

Einen Streifen Papier d'Arménie falten

Einen Streifen Papier d'Arménie falten

Gebrauchsanweisung:

Man nehme ein Blatt Armenienpapier, falte es in Form eines Akkordeons, nehme es in die Hand oder lege es auf einen kleinen Teller; anzünden und Flamme gleich wieder ausmachen. Papier langsam verglimmen lassen und voilà…

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||||  Jetzt neu bei ANANDAM:

Armenienpapier 'la Rose'

Armenienpapier 'la Rose'

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Papier d’Arménie “la Rose”

Armenienpapier nun auch mit echtem, sehr feinem Rosenduft.

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Papier d’Arménie “l’Année”

Papier d’Arménie l’Année

Papier d’Arménie l’Année

Zum 15. Jahrestag der Unabhängigkeit der Republik Armenien feierte Frankreich 2006 das Armenien-Jahr “L’Année de l’Arménie”. Zu diesem Anlass wurde ein neues Armenien-Papier mit einem neuen Duft herausgebracht.

Weihrauch, Myrrhe und Vanille, so wie auch bestimmte holzige Noten ergeben eine neue Duftkomposition welche eigens vom armenischen Parfumeures Francis Kurkdjian geschaffen wurde. Armenische Wohlgerüche, mit einer mystischen Präsenz des Orients. Der Einband zeigt eine typisch armenische Kaligrafie, die das Symbol für ‘Vogel’ und ‘Brief’ verbindet.

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Duftkerze “la bougie”

Duftkerze la bougie

Duftkerze la bougie von Papier d'Arménie

Große Duftkerze in einem matten Glas.

Aus natürlichen, pflanzlichen Wachsen und Bienenwachs, mit über 40 Stunden Brenndauer.

Gibt den natürlichen, sanften Duft des klassischen Armenien-Papiers wieder.

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Papier d’Arménie bei ANANDAM bestellen

Papier d’Arménie  Hersteller-Seite

TV-Beitrag über die Firma in französischer Sprache

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Auroshikha Räucherstäbchen

Auroshikha Räucherstäbchen

Die seit Mitte der siebziger Jahre in Deutschland sehr bekannten und beliebten Auroshikha Räucherstäbchen sind eng mit den Orten Pondicherry und Auroville in  Südindien verbunden.

Pondicherry

Allee in Pondicherry

Allee in Pondicherry (1984)

Pondicherry (heute Puducherry) ist eine kleine Stadt in Südindien (Tamil Nadu) mit einem ganz besonderen Flair. Etwa 135km südlich von Chennai (Madras), direkt am Golf von Bengalen gelegen.

Pondicherry war von 1673 bis 1954 unter französischer Herrschaft und die Hauptstadt ‘Französisch Indiens’. Sie wird von den Einwohnern liebevoll „Pondi“ genannt. Pondicherry ist eine sehr europäische Stadt und noch heute ist der französische Einfluss, z.B. an den Straßennamen, deutlich spürbar.

Sri Aurobindo Ashram

Um 1910  traf der indische Politiker, Philosoph und Yogalehrer Aurobindo Ghose in Pondicherry ein. Dieser wurde wegen seiner politischen Aktivitäten in Indien verfolgt und suchte Schutz in der französisch verwalteten Enklave Pondicherry. Er vollzog hier eine innere Wandlung, stellte seine politischen Aktivitäten ein und widmete sich alsdann nur noch dem Yoga und der Lehre. In späteren Jahren entstand um dieses Zentrum der Sri Aurobindo Ashram, eine in Indien bis heute hoch angesehene Institution.

Auroville

Von Sri Aurobindo und seiner Weggefährtin Mata Mira inspiriert, entstand seit 1966 das Projekt „Auroville”, eine reale Stadt der Zukunft. Dieses Vorhaben wurde von der ersten Stunde an von der UNESCO begleitet und unterstützt.  Nur ein paar Kilometer nördlich von Pondicherry wurde Land gekauft. Die Böden waren hoffnungslos verkarstet und ohne Bewuchs, die Landbevölkerung bitterarm und unterversorgt. Langsam begeisterte die Idee Auroville immer mehr tatkräftige Menschen. Auf dem mehr und mehr aufblühenden Boden entstand eine Art internationaler Begegnungs- und Experimentierfeld für unzählige Projekte von Menschen, die aus allen Erdteilen gekommen waren, um hier zu leben und zu arbeiten.

Udavi Auroshikha

Das Office-Team von Auroshikha (ca. 2000)

Unter anderem wurde 1973 nahe Auroville,  im kleinen Dorf Edayanchavady, eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Namen Udavi gegründet. Unter der Leitung des französischen Parfümeurs Guy Myotte und der Hilfe eines kundigen Hindumönchs begann man AUROSHIKHA-Räucherstäbchen zu produzieren. Ziel des Projekts war es, den Lebensstandart der Dorfbewohner, durch Arbeit, Ausbildung und medizinische Versorgung zu verbessern.

Auroshikha Agarbathies ist bis heute ein fester Bestandteil des Sri Aurobindo Ashram in Pondicherry, Süd-Indien.

Das Auroshikha-Gebäude in Pondicherry

Das Auroshikha-Gebäude in Pondicherry

Genau wie die Stadt Pondicherry ist das Projekt Auroshikha und deren Produkte  ein schönes Beispiel für die Verschmelzung indischer und europäisch-französischen Einflüsse zu etwas ganz Neuem und Einzigartigem. So werden alle Duftstoffe aus Südfrankreich (Grasse und Umgebung) von namhaften Parfumherstellern eingeführt.

Die heute so populären buntmarmorierten Räucherstäbchenpackungen waren Mitte der siebziger Jahre etwas ganz Neues und in Indien einzigartig. Auch der dezente Duft unterschied sich entscheidend von den sonst üblichen oft sehr heftigen Gerüchen indischen Räucherwerks.

Und so gelangte die Kunde von den neuartigen Räucherstäbchen aus Auroville schon bald die westliche Welt. In der ersten Zeit von ein paar Idealisten unterstützt, nahm die Verbreitung rasant zu. Heute liefert Auroshikha in viele Teile der Welt und ist auch nach fast 40 Jahren immer noch jung und sehr beliebt geblieben.

ANANDAM

auroshikha_transport

Eine Lieferung für ANANDAM auf dem Weg zum Hafen. (ca. 1980)

ANANDAM entstand Mitte der siebziger Jahre in Berlin, innerhalb des “Peacefood”, einem der ersten Naturkostläden Deutschlands.

Von Berlin aus gab es regelmäßige Kontakte nach “Auroville” und zum Projekt Udavi Auroshikha. Und schon bald gingen die ersten kleinen Lieferungen von Auroville nach Berlin. Die Nachfrage war gut und bald wurden auch andere, neu entstandene Naturkostläden beliefert. Langsam entwickelte sich so ein kleiner eigenständiger Versandhandel, der den Namen ANANDAM bekam. Das war etwa 1975.

Als Ende der siebziger Jahre das Peacefood aufgelöst wurde, kam ANANDAM zu uns nach Hamburg. Seit dem haben wir (Klaus u. Marlis Wengel) die Arbeit kontinuierlich weitergeführt und stehen nach wie vor in regem Kontakt mit unseren indischen Freunden.

Produktion der Räucherstäbchen

Heute sind Office und Produktions-Stätten nach Pondicherry und Bangalore verlagert.

Räucherstäbchen-Produktion bei Auroshikha

Räucherstäbchen-Produktion bei Auroshikha

Die eigentliche Produktion der Räucherstäbchen wird von einigen hundert Frauen in Heimarbeit und in den Produktionsräumen von Auroshikha gefertigt. Es handelt sich hierbei um reine Handarbeit.

Dabei wird eine noch unparfümierte Masse aus Kokosnuss-Asche und Jeegat-Pulver gemischt. Jeegat, die Rinde des indischen Lorbeers (Litsea glutinosa). Dieser hat unglaubliche Klebe-Eigenschaften und sorgt dafür, dass die Räucherstäbchen-Masse zusammenhält und am Stäbchen kleben bleibt.

Räucherstäbchen werden zum Trocknen ausgelegt

Räucherstäbchen werden zum Trocknen ausgelegt

Ich habe bei meinem Besuch 1984 selbst sehen können, wie schnell und präzise die Frauen die Masse auf die Stäbchen rollten.

In einem weiteren Produktionsprozess werden die Stäbchen mehrfach in entsprechende (aus Frankreich stammende) Duftessenzen getaucht und anschließend ausgiebig getrocknet, was besonders in der feuchten Monsunzeit schwierig ist. Als letzter Schritt wird die Ware abgewogen und verpackt.

Die Räucherstäbchen entsprechen den Bestimmungen der IFRA (International Fragrance Association) in Genf, Schweiz.

Arbeitsbedingungen

Während seines ganzen Bestehens hat Auroshikha immer sehr viel Wert auf das Wohl der Arbeiter und Angestellten und der Angehörigen und Kinder gelegt. Es gibt keine Kinderarbeit. Die Arbeitsstätten sind sauber, gut belüfte und  angenehm kühl, was man sehr zu schätzen lernt, wenn man z.B. im Mai (so, wie ich) bei bis zu 42°C vor Ort ist.

Was in Indien (noch) nicht selbstverständlich ist: Kostenlose ärztliche Behandlung für alle Mitarbeiter und ihren Familien, Erstattung von Krankheitsurlaub, Altersrente und Ruhegeldern.

Die Arbeitsvorschriften der indischen Regierung werden bei Auroshikha vollständig eingehalten.

Udavi Schule

Udavi School Image

Udavi School Image

Die von Auroshikha ins Leben gerufene Udavi Schule wurde im Jahr 1973 als Krippe für Dorfkinder gegründet. Seitdem nahm nicht nur die Zahl der Kinder stetig zu, sondern auch die Vielfalt an Einrichtungen. Die Schule bietet Kindern von 3 bis 15 Jahren eine Ausbildung, und heute werden mehr als 300 Kinder in den Klassen betreut – angefangen vom Kindergarten bis hin zur Mittel- und Oberstufe. Unterrichtssprache ist Englisch, da Kenntnisse in der Sprache als unerlässlich für weiterführende Studien angesehen werden. Sämtliches Unterrichtsmaterial wie Textbücher, Hefte und andere Schulutensilien sind kostenlos für die Kinder.

Ziel der Schule ist es, den Kindern aus den umliegenden Dörfern einen kostenlosen Schulbesuch zu ermöglichen, um ihre jeweiligen Talente zu fördern und zu entwickeln und ihnen so Türen zu Beruf und Karriere zu öffnen, die ihnen sonst verschlossen blieben.

Die Kinder bekommen morgens ein nahrhaftes Frühstück, mittags ein warmes Mittagessen und nachmittags gesunde Zwischenmahlzeiten.

Einrichtungen zur medizinischen und gesundheitlichen Versorgung stehen den Kindern kostenlos zur Verfügung.

Besonderes Gewicht wird auf Aspekte der nicht-akademischen Ausbildung gelegt. Die Nachmittage sind ausschließlich für kreative Aktivitäten wie Zeichnen und Malen, Sticken, Tanz, Drama, Musik, etc. reserviert.

Spiele und Sport sind wesentliche Bestandteile des täglichen Stundenplans.

Auroshikha hat sich seit ein paar Jahren aus der Leitung der Schule zurückgezogen, unterstützt dieses Projekt aber weiterhin finanziell.

Ausblick

Indien ist im Wandel – Wie alle anderen mittelständischen Unternehmen, spürt das auch Auroshikha. Es herrscht akuter Arbeitskräftemangel. Immer mehr gute Fachkräfte wandern in die USA aus. Um die Menschen zu halten, steigen die Löhne stetig. Die Produkte aus Indien werden teurer.

Weiterführende Links:

Das Auroshikha Angebot bei ANANDAM

Wikipedia-Beitrag Pondicherry
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YouTube-Beitrag – Pondicherry – Auroville

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Internetseite des Sri Aurobindo Ashram

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YouTube Beitrag – Auroville Präsentation 2009
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YouTube Beitrag- Udavi School Dance Performance

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10.000 Pakete-Aktion bei ANANDAM

die 10.000te Lieferung

die 10.000te Lieferung bei ANANDAM wird gepackt

Es ist kaum zu fassen, aber in diesen Tagen haben wir hier bei ANANDAM die 10.000te Online-Bestellung ausliefert!

Das 10.000 Paket ging heute (20.09.2010) gratis nach Sprockhövel am Südrand des Ruhrgebiets im Niederbergisch-Märkischen Hügelland gelegen. Herzlichen Glückwunsch!

Allen meine Kunden nochmals ein herzliches Dankeschön für zum Teil schon jahrelange Treue.

10.000 Sendungen und jedes einzelne Paket eigenhändig  von mir sorgfältig und liebevoll verpackt.  Das hat natürlich einige Jahre gebraucht.

10.000 Pakete bei ANANDAM

10.000 Pakete

Die meisten Lieferungen gingen natürlich  nach Deutschland und ins deutschsprachige Ausland (Österreich, Schweiz und Luxemburg usw.), viele Pakete wurden in EU-Staaten, wie Großbritannien, Ungarn, Spanien, Schweden und Finnland geschickt. Und hin und wieder gab es auch mal Exotisches, wie Sendungen nach Tokio, New York, Hongkong und nach Curacao auf den Niederländischen Antillen.

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Florascent Raumduft

Florascent Raumduft

Florascent exclusive Raumdüfte aus 100% natürlichen Zutaten.

In der Tradition der europäischen Parfumeurskunst des 17. Jahrhunderts präsentiert die Florascent Duftmanufaktur eine außergewöhnliche Kollektion edler Raumdüfte. Dieser Tradition verpflichtet, werden ausschließlich kostbarste, reinste Blütenessenzen und eigens hergestellte Mazerate aromatischer Pflanzen verwendet. Eine mehrmonatige Reifephase verleiht den Duftkompositionen ihren unverwechselbaren und runden Charakter.

Tauchen Sie ein in eine Welt des Glücks und der Phantasie. Erleben Sie Schönes neu. Wählen Sie Ihren Duft. Wie ein Strauß stehen die Rattanstäbe in der Flasche und entfalten “par diffusion” den Duft im Raum. Die Intensität des Duftes können Sie dabei durch die Anzahl der Stäbe regulieren, die sich in der Flasche befinden.

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Ein mediterraner Duft mit dem Flair der Cote d’ Azur. Feiner Lavendel, Eucalyptus und würzig-holzige Noten zeichnen diesen eleganten Duft aus.

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Die duftende Aura eines Englischen Gartens. Ein zart-florales Bouquet von gelben Teerosen, Rhododendron und Magnolie verbindet sich mit dem frischen Duft von Gräsern.

Marrakesh Raumduft 250ml

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Geheimnisvoller Duft des Orients. Feine Gewürznoten und edle Balsame verbinden sich mit marokkanischer Rose zu einem sinnlichen Dufterlebnis.

Siena Raumduft 250ml

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Ein Duft mit der Frische eines Citrushains. Fruchtig-herbe Mandarine verbindet sich mit dem köstlichen Duft von Orangenblüten und einer Spur würzigen Basilikums.;

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Der Wind von Ceylon. Ein wunderbarer Duft nicht nur für die Weihnachtszeit. Edler Ceylonzimt, köstliche Gewürze und ein Hauch Bergamotte.

Blanc de la Neige Raumduft 250ml

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Samtig und weich und ebenso leicht – wie das Weiße des Schnees präsentiert sich der wunderbare Duft des weißen Oleanders. Abgerundet mit dem balsamischen Akkord von Benzoe und den Kelchgerüchen exotischer weißer Blumen.

Cédrat de Calabre Raumduft 250ml

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Cédtrat de Calabre
Eine sonnig-frische Komposition wie ein Korb voller reifer Citrusfrüchte. Bergamotten, Mandarinen und die köstliche Cedratzitrone mit einem blumigen Hauch von kostbarem Neroli und Cistrose. Der Duft des Südens.

Foret de Chataigne Raumduft 250ml

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Forét de Chátaigne

Eine herbstliche Symphonie. Duftimpressionen eines herbstlichen Waldes – raschelndes farbenfrohes Laub, feuchte, moosbewachsene Erde und der edle Duft aromatisch würzigen Kastanienholzes ehrwürdiger Jahrhunderte alter Bäume.

Sauge Royale Raumduft 250ml

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Sauge Royale

Der vielschichtige Duft kretischen Salbeis – aromatisch würzige Facetten verbinden sich mit dem üppigen Bouquet bulgarischer Rosen. Ageberundet mit einem edlen Akkord von Cistus und Amber.

Un Air de Printemps Raumduft 250ml

Un Air de Printemps Raumduft 250ml

Un Air de Printemps

Ein Hauch von Frühling – zarte Blütenimpressionen wilder OrangenHyazinthen und der edlen Florentiner Iris verbinden sich mit dem grünen duft des japanischen Shiu Holzes zu einer feinen Teenote.

Weiterführende Links:

Raumdüfte im ANANDAM-Shop
Florascent-Homepage

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Der Aloeholzbaum (Aquilaria spp.) beherbergt einen der faszinierendsten und kostbarsten Duftstoffe der Welt. Ebenso vielfältig sind seine Namen: Adlerholz, Agarwood und Gaharu, im Orient Oud und in Japan wird er Jinko genannt. (Bitte nicht verwechseln mit AloeVera)

Botanische Bezeichnung

Kokonoekumo Aloeholz aus Indonesien

Kokonoekumo Aloeholz aus Indonesien

Der Aloeholzbaum ist ein großer, immergrüner Laubbaum, der Wuchshöhen von bis zu 40 m und Stammdurchmesser von 1,5 bis 2,5 m erreicht. Er gehört der Gattung Aquilaria spp. an.  Wichtigste Vertreter sind Aquilaria malaccensis und Aquilaria agalocha.

Wo findet man Aloeholz?

Der Aloeholzbaum wächst hauptsächlich in den tropischen Wäldern von Malaysia und Indochina (Vietnam – Laos – Kambodscha – Thailand – Butan) Weitere Vorkommen sind im Norden Indiens (Assam) und auf Papua-Neuguinea.

Ein uralter Adlerholzbaum im Botanischen Garten von Bogor, Indonesien.

Ein uralter Adlerholzbaum im Botanischen Garten von Bogor, Indonesien.

Was ist Aloeholz?

Aloeholz ist eine hin und wieder anzutreffende Besonderheit des Aloeholzbaumes.  Sein Holz ist üblicherweise  hell, sehr weich und unscheinbar. Doch hin und wieder geschieht in diesem Baum etwas sehr Ungewöhnliches.  Wird der meist ältere Baum auf eine bestimmte Weise verletzt und infiziert sich mit einer bestimmten Pilzart (Phomopsis spp.), beginnt sich im Innern des Baumes, quasi als Abwehrmechanismus,  ganz langsam ein dunkles, schweres, stark harzhaltiges Holz zu bilden.

Im Innern des Baumes hat sich das begehrte Holz gebildet.

Im Innern des Baumes hat sich das begehrte Holz gebildet.

Dieser teilweise  jahrzehntelange Fermentierungsprozess ist von außen nicht sichtbar und  oft findet man diesen Schatz deshalb erst an verrotteten uralten Bäumen, die teilweise schon tief im Erdreich verborgen sind.

Anbau in Plantagen

Junge Adlerholz-Pflanzen in eine Plantage im Osten von Thailand

Junge Adlerholz-Pflanzen in eine Plantage im Osten von Thailand

In der Vergangenheit mussten viele Aquilaria-Bäume gefällt oder stark beschädigt werden, um zu sehen, ob die begehrten Einschlüsse vorhanden waren oder nicht. Da für jedes Stück Adlerholz enorme Preise gezahlt werden, war die Verlockung zu groß und so wurde mit der Zeit in vielen Gegenden  fast der gesamte Baumbestand ausgerottet.

Junge Adlerholz-Bäume in einer Plantage im Norden Thailands

Junge Adlerholz-Bäume in einer Plantage im Norden Thailands

Heute gelingt es diesen Prozess künstlich in Gang zu setzen.  Die Bäume können kultiviert und in Plantagen angebaut werden. Durch die systematische Impfung und Kultivierung der Bäume und der späteren Ernte nach etwa 12 – 15 Jahren, kann eine stabile Forstwirtschaft aufgebaut werden,von der auch die lokale Bevölkerung profitieren kann.

Eine "geimpfter" Adlerholzbaum, um die innere Harzbildung anzuregen.

Eine "geimpfter", etwa 5 Jahre alter Adlerholzbaum, um die innere Harzbildung anzuregen. Erst nach etwa 20 Jahren ist das Holz für die Verwendung von japanischem Räucherwerk ausreichen ausgereift.

Die nachhaltige Produktion von Aloeholz in staatlich kontrollierten Plantagen macht das illegale und wahllose Fällen alter Bäume im Tropenwald unrentabel  und bewahrt die Aquilaria-Bäume vor dem drohenden Aussterben.

Ein besonders schönes Stück wird sorgfältig bearbeitet.

Ein besonders schönes Stück wird sorgfältig bearbeitet.

 

Verwiesen sei hier auf das Forschungsprojekt der Universität von Minnesota in Vietnam.

Geschichte

Aloeholz war im Altertum sehr verbreitet und populär.  Man kannte es in Indien, Ägypten, Israel und Arabien und es wurde auch in der Bibel erwähnt. Während Aloeholz in der buddhistischen und islamischen Kultur bis heute sehr populär ist, blieb es im Westen fast unbekannt.

Aloeholz in Japan

Großes Räuchergefäß vor japanischen Tempel

Großes Räuchergefäß vor japanischem Tempel

Aloeholz spielt in der japanischen Kultur eine große Rolle und wird dort außerordentlich geschätzt.

Der Duft und die Kodo-Zeremonie

Der Duft des Aloeholzes ist einzigartig. Er reicht von balsamisch-süß bis würzig-bitter und scheint immer

neue Duftnoten hervorzubringen.

In Japan wird Aloeholz traditionell in einer  Kodo-Zeremonie (ähnlich der bekannteren Tee-Zeremonie) zum Duften gebracht.  In einer Schale gefüllt mit weißer Asche wird Holzkohle zum Glühen gebracht. Ein Metallplättchen welches auf die Kohle gelegt wird, dient als heiße Unterlage des  Aloeholz-Stückchens, welches langsam und schonend erwärmt wird und so den kostbaren Duft voll zur Geltung bringen kann.

Das  Ziel dieser Zeremonie ist dabei nicht die Beduftung des Raumes, sondern diese Methode dient nur dem unmittelbaren Benutzer als Duftspender. Die wohlriechende Schale wird daher in der Runde herumgereicht und jeder kann diese Köstlichkeit für sich genießen.

Einfacher ist der Duft den Aloeholzes mit entsprechenden Räucherstäbchen und Räucherkegeln zu erfahren, die es in allen Preisklassen zu erwerben gibt.
Räucherstäbchen von Baieido im ANANDAM-Shop

Der Ranjatai

Der Duft des Aloeholzes verliert sich nicht etwa im Laufe der Zeit, sondern verfeinert sich fortwährend. Ein gutes Beispiel ist wohl das berühmteste Aloeholz-Stück, der Ranjatai.

Das berühmte Stück Aloeholz “Ranjatai” wurde von Kaiser Komyo für den Todaiji Tempel in Nara (im Jahr 756 n. Chr.) gestiftet.  Dieses wird seither im Lagerhaus des Tempels aufbewahrt.

Ranjatai

Ranjatai

Heute gehört der Ranjatai der königlichen Familie von Japan. Jedes Jahr im Herbst sind viele Schätze des National Museums in Nara ausgestellt. Weil die Schätze so reichhaltig sind und nur ein sehr kleiner Teil gezeigt werden kann, ist der Ranjatai  nur alle 10 bis 15 Jahre zu besichtigen.

Die kleinen Papieraufkleber, welche man auf dem Holz erkennen kann, sind Zeugnisse von drei Entnahmen in alten Zeiten. Die ausgeschnittenen Teile wurden oft als Geschenke in wichtigen politischen Prozessen überreicht. Diese Entnahmen  waren jedoch unbedeutend im Vergleich zur Größe des Holzes von etwa 152cm (Gewicht etwa 11kg)  Das Holz stammt wahrscheinlich ursprünglich aus Laos oder Vietnam, wie wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben.

Qualitäts-Stufen in der japanischen Tradition

Ursprünglich teilte man das Aloeholz in Japan  nach Herkunft ein. Dieses geschah nach dem damaligen Verständnis. Es waren sechs Kategorien.

Rikkoku

Rikkoku von Baieido - Set mit den 6 klassischen Qualitäten Aloeholz

Manaban (der grobe Bauer)

Herkunft: Nicht gänzlich geklärt. ursprünglich wahrscheinlich Malabar Südinden. Heute wird es mit Aloeholz von ähnlichen Eigenschaften ersetzt.

Duft: Meistens süß

Manaka (die wankelmütige Hofdame)

Herkunft: Malacca Indonsien/Malaysia

Duft: Keiner der fünf Duft-Eigenschaften (süss, sauer, heiß, salzig und bitter)  ist leicht nachweisbar. Der Duft ist von guter Qualität, wenn er auch schnell verschwindet.

Sumotara (der Diener in den Kleidern eines Edlen)

Herkunft: Sumatra-Indonesien

Duft: Sauer am Anfang und am Ende.  Ähnlich Kyara.

Sasora (der Mönch)

Herkunft: Ursprünglich Assam-Nordindien

Ein feines Aroma kühl und sauer

Rakoku (der Samurai)

Herkunft: Thailand-Laos

Duft: Sein Duft ist eher bitter und erinnert an einen Krieger.

Kyara (der Aristokrat)

Herkunf: Vietnam

Dies ist die berühmteste und wohl bekannteste aller Aloehölzer. Kyara ist ein besonderer Duft, beschrieben als: “Ein sanfter und würdevoller Duft mit einem Hauch von Bitterkeit. Der Duft ist wie ein Aristokrat in seiner Eleganz und Anmut.“

Kyara wird noch einmal aufgeteilt in die Qualitätsstufen „Gelb“, „Schwarz“, „Grün“ und „Eisen“.

der legale Handel

…findet heute hauptsächlich über staatliche Börsen in Singapur und Hongkong statt. Hier erhält man auch die entsprechenenden Zertifikate, die einen legalen Erwerb bestätigen. Leider ist es immer noch leicht  möglich  illegale Ware in den EU-Raum einzuführen. Um die Art vor Ausbeutung und Ausrottung zu schützen ist es wichtig nur legale Ware zu erwerben.

CITES – Artenschutz – Washingtoner Artenschutzübereinkommen

„Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen“

CITES-Logo

CITES-Logo

Viele Tier- und Pflanzenarten sind heute weltweit als Folge von Handelsinteressen in ihrem Bestand gefährdet oder sogar von der Ausrottung bedroht. Um dieser Gefährdung wirksam begegnen zu können, wurde 1973 das “Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen” CITES – kurz “Washingtoner Artenschutzübereinkommen” geschlossen. (seit 1976 gültig in Deutschland).

Einfuhrgenehmigung vom "Bundesamt für Naturschutz"

Einfuhrgenehmigung vom "Bundesamt für Naturschutz"

Aloeholz (Aquilaria spp.) gehört der WA-Schutz-Kategorie “II” an. Für die legale Einfuhr von Aloeholz nach Europa ist eine Einfuhrgenehmigung durch das Bundesamt für Naturschutz zwingend notwendig.

Beim Kauf von Adlerholz und Adlerholz-Produkten lassen Sie sich den legalen Erwerb durch Vorlage einer Einfuhrgenehmigung bestätigen.  Liegt dieses Papier vor, können Sie die Ware bedenkenlos erwerben und tragen so zum Schutz der tropischen Wälder bei.

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©Baieido-Japan - Kyozaburo Nakata

Weiterführende Links:
zum ANANDAM-Shop

Beispiel für Kyara der Qualität “Grün”

Forstprojekt der Universiät Minnesota in Vietnam

Eine sehr schöne Seite über Kodo und die Kunst des Räucherns in Japan

Infoseite des Bundesamt für Natuschutz

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Räucherstövchen

Räucherstövchen Mara anthrazit

Räucherstövchen sind ideal zum schonenden und problemlosen Verräuchern von Räucherkräutern und Räucherharzen. Es benötigt keine Räucherkohle und entwickelt beim Erhitzen nur wenig Rauch.

Diese Stövchen funktionieren wie eine Aromalampe. Ein Teelicht erhitzt ein darüber liegendes, sehr feines Edelstahlsieb. Legt man nun Kräuter oder Harze auf das Sieb, werden diese Materialien erhitzt und geben ihr Aroma frei.

Diese Methode ist besonders gut geeignet für empfindliche Materialen, wie z.B. Räucherkräuter oder Benzoeharze. Im Gegensatz zum Verräuchern mit herkömmlicher Holzkohle sind die Temperaturen wesentlich niedriger. Der Effekt, dass Räucherkräuter in kürzester Zeit abbrennen und kaum einen Duft hinterlassen bleibt aus. Die Materialien werden auf einem Stövchen quasi schonend geröstet. Der Duft der Kräuter und Harze ist im Vergleich facettenreicher und interessanter.

Ein weitere wichtiger Pluspunkt: Es entsteht kaum Rauch, die Gardienen werden geschont.

Für Harze eine dünne Schicht Sand auf das Sieb

Harze auf dem Räucherstövchen: Harze beginnen bei starker Hitze zu schmelzen und würden sehr schnell in das Edelstahlsieb einsickern. Eine Reinigung des feinen Siebes ist schwierig. Daher empfehlen wir für die Verwendung von Harzen auf einem Räucherstövchen eine dünne Schicht Sand auf das Sieb zu geben. Das flüssige Harz wird vom Sand aufgesogen und gelangt nicht zum Sieb. Später lässt sich dann der Sand mitsamt dem Harz mühelos vom Sieb entfernen.

Es ist natürlich auch möglich einfach ein Stück handelsüblicher Alufolie auf das Sieb zu legen.

Nur das Sieb kaufen und ein Räucherstövchen selberbauen? Unsere Räucherstövchen sind gut abgestimmt und funktionieren optimal. Achten Sie beim Selberbau auf guten Halt des Siebes und den richtigen Abstand zur Kerze. Das Teelicht benötigt genügend Luft von der Seite. Dann sollte es funktionieren.

Zu den Räucherstövchen von ANANDAM

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Herzlich Willkommen auf der Blog-Seite von ANANDAM !

Weihrauch-Info

Was ist Weihrauch?

Weihrauchbaum im Oman

Weihrauchbaum im Oman

Weihrauch ist das Harz des Weihrauchbaumes (Burseacceae). Die Pflanze bevorzugt sehr hohe Sommertemperaturen und seltene, leichte Regenfälle. Weiterhin ist eine Lage an Gebirgsflanken mit verkarsteten, kalkhaltigen Böden zwischen 500m bis 1500m über dem Meer günstig. Hauptverbreitungsgebiet des Weihrauchs ist Südarabien (Dhofar-Gebirge), Nordsomalia, Eritrea, Äthiopien, Sudan und die Trockenwälder West- und Zentral-Indiens (Aravalli-Gebirge).

Die botanische Einteilung ist bis heute nicht ganz geklärt und auch die botanische Zuordnung eines vorliegenden Harzes nur durch Duft und Assehen ist schwer möglich. Heute unterscheidet man unter etwa 25 verschiedenen Boswellien-Arten.

Hier die für den Weihrauchhandel wichtigsten Sorten:

Boswellia sacra

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Handelsbezeichnung:
Oman-Weihrauch – arabischer Weihrauch
Herkunftsland:
Oman, Dhofar-Gebirge
Aussehen: Besonders große, helle Stücke, stark duftend
Beschreibung: Dieser Weihrauch ist unübertroffen, besonders reich an ätherischen Ölen, intensiver, typischer Duft. Kaum im Westen erhältlich, da die spärliche Ernte, fast vollständig im Arabischen Raum verkauft wird.

Boswellia papyrifera
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Handelsbezeichnung: Olibanum eritrea
Herkunftsland: Äthiopien, Eritrea, Sudan
Aussehen: Meist kleinere Stücke, gelb bis bräunliche Färbung mit leichtem Grünstich kurz nach der Ernte
Beschreibung:
Allgemein gehandelte Sorte – süßes honigartiges Aroma

Boswellia carteri
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Handelsbezeichnung:
Olibanum somalia, Beyo, Aden-Weihrauch
Herkunftsland:
Somalia
Aussehen: Helle, gelbliche Färbung
Beschreibung:
Süß-würziges Aroma, wird gerne zum Destillieren von Weihrauchölen verwendet

Boswellia frereana
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Handelsbezeichnung: Maidi, Maydi, Yagcar, Luban Lami
Herkunftsland: Nordost-Somalia
Aussehen: Orange-weiße (Mais-)Färbung
Beschreibung: Intensiver, balsamischer Duft, verhältnismäßig weich, wird in Arabien gerne als Kaugummi verwendet.

Boswellia serrata
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Handelsbezeichnung: Indischer Weihrauch, Salakhi, Lobhan
Herkunftsland: Trockenwälder West- und Zentral-Indiens
Aussehen:
Bernsteinfarben, braun, grau
Beschreibung: Indischer Weihrauch hat sein eigenes typisches Aroma. Wichtiger Bestandteil in der Ayurveda-Medizin, reich an Boswelliensäure, in neuerer Zeit großes Interesse der medizinischen Forschung.

Weihrauch-Ernte

Die Weihrauchbäume sind seit Generationen in Besitz einzelner Großfamilien, die sich das Privileg erhalten haben, den Weihrauch zu ernten.

Weihrauchharz-Gewinnung

Weihrauchharz-Gewinnung

Die Bäume werden in einem Alter von ca. 8 Jahren das erste Mal beschnitten. Mit speziellen Messern wird dabei vorsichtig bestimmte Schichten der Rinde entfernt und nach einiger Zeit tritt ein weißes, klebriges Harz hervor, um die Wunde zu schließen. Nach ein paar Wochen ist dieses Harz ausgehärtet.

Das Harz, das beim ersten Anschaben des Baumes hervortritt, ist minderwertig und wird nicht genutzt. Es wird beim zweiten Schabvorgang, nach etwa drei Wochen, entfernt. Das nun in ausreichender Menge und Qualität austretende Harz erstarrt zu tränenartigen Klumpen und wird nach ein bis zwei Wochen zum ersten Mal geerntet.

Während einer Saison bringt ein Weihrauchbaum je nach Alter, Größe und Zustand zwischen 3 und 10kg Ausbeute. Er darf nur in drei aufeinander folgenden Jahren abgeerntet werden und muss sich dann für ein paar Jahre erholen.

Qualität von Weihrauch

Woran erkennt man hochwertigen Weihrauch?
Weihrauch ist ein reines Naturprodukt, Die Weihrauchbäume wachsen praktisch ohne Pflege, Dünger etc. Diesem Rohstoff werden keine Zusätze, Parfümierung, Färbung zugegeben.

Duft: Ein “heller”, frischer, feierlicher zitrus-honig-artiger Duft. Schlechter Weihrauch riecht muffig.
Farbe: Je heller das Harz desto höher der Preis
Größe: Aufteilung in Klassen, z. B: Peasize, First Choice, Granen usw. Je größer die Harzstückchen, desto mehr wird dafür geboten. Sehr große Stücke sind zwar schön anzusehen, aber am Ende unpraktisch für das Verräuchern.
Reinheit: Weihrauch ist in der Regel handsortiert und befreit von allen “Fremdkörpern”. Guter Weihrauch hat nur einen sehr geringen Staubanteil und wird mehrfach gesiebt.
Weihrauch sollte kühl und trocken gelagert werden. Für unsere Zeitbegriffe, ist er mit minimalen Qualitätsverlusten unbegrenzt haltbar.

Geschichte des Weihrauchs

Die Verwendung von Balsamen und Harzen reicht bis in die Steinzeit zurück. Schon vor über 4.000 Jahren gab es im alten Babylon einen regen Weihrauchhandel mit Indien, Arabien und Syrien. Im altbabylonischen Sippur haben die Weihrauchhändler vermutlich schon in einer ihrer Zunft zugewiesenen Gasse gewohnt. Aromatische Harze, wie Weihrauch und Myrrhe waren vor allem in der Antike eine wichtige Handelsware, die eine ganze Regionen zu unbeschreiblichem Reichtum führten.

Die Weihrauchstraße

Eine uralte Handelsstraße, auf der das südarabische Olibanumharz, neben Gewürzen und Edelhölzern, Seide und Edelsteinen aus Indien, seinen Weg in den Mittelmeerraum fand. Nach verschiedenen Angaben sollen schon um 250 v.Chr. Harze auf diesem Weg transportiert worden sein. Die südarabischen Stadtstaaten und Königreiche waren nacheinander Herren dieser wichtigen Handelsstraße und wurden dadurch reich und mächtig. Später kamen die Weihrauchstraße und der Weihrauchhandel unter die Kontrolle der sagenumwobenen „Könige von Saba“. Nach wechselvollen Jahren folgten die Römer und ein paar Jahrhunderte später folgte der islamische Einfluss. Der geradezu unermessliche Reichtum dieser Region blieb bis in das späte Mittelalter erhalten.

Weihrauch wurde schon seit dem Altertum auch als Olibanum bezeichnet. Für den Ursprung dieses Namens gibt es verschiedene Deutungen. Man nimmt an, dass es sich von “Öl aus dem Libanon” ableitet, weil man lange im Libanon den Ursprung dieses Harzes annahm. Andere vermuten den Ursprung im arabischen Wort “luban”, was “Milchsaft” bedeutet, oder hebräisch “lebona”, was so viel wie “weiß sein” bedeutet….

Quellen:
“Weihrauch und Myrrhe” D. Martinez – WVG Stuttgart
Fotos mit freundlicher Erlaubnis von Georg Popp (www.oman.de)

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