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Im Jahre 538 wurde der Buddhismus das erste Mal nach Japan gebracht. Als Folge kamen sowohl Statuen von Buddhas, alte Sutras, als auch erstes Räucherwerk über den Ozean. Von diesem Moment an wurde Räucherwerk ein untrennbarer Teil japanischer Geschichte.

Räucherwerk bzw. Räucherstäbchen haben eine unschätzbare Rolle sowohl in den Zeremonien und Riten des Buddhismus, als auch in jenen der Shinto Schreine. Es hat das Ansehen die Umgebung zu reinigen, um das buddhistische „Alamkaraka“ (Reich der Verzierung) hervorzubringen. Das Räucherwerk wird überall im Land sowohl für seine reinigenden, als auch für seine medizinischen Eigenschaften geschätzt.

Schon vor mehr als tausend Jahren war Räucherwerk eng in das tägliche Leben eingebunden. Der (private) Gebrauch des Räucherwerks fand im alten Chang-an (China) unter der königlichen Klasse große Beliebtheit.

Das Mischen von verschiedenen Zutaten und das anschließende Kneten zusammen mit Pflaumenfleisch und Honig wurden häufig angewendet. Mit diesem Räucherwerk wurden Zimmer beduftet, die Ärmel eines Kleidungsstücks ausgestattet oder sogar ein ganzes Kleidungsstück damit durchdrungen. Die Entwicklung einer solchen Liebe zum Räucherwerk in Japan wird in der „Geschichte von Genji“* eindrucksvoll geschildert, in der man eine Idee von der stilvollen Aristokratie der Heian-Ära bekommen kann, die so eifrig daran arbeitete, ihre eigenen exquisiten Düfte zu mischen.

Von diesen einfachen Anfängen kam es nach und nach zu einer Transformation durch gegenseitigen Wettbewerb verschiedenster Mischungen, genannt “Takimono-awase” (Duft mischend). Nach einiger Zeit entwickelte sich das Verbrennen von natürlichen Rohzutaten zum “Ko-awase” (Räucherwerk-Mischen) und dieses elegante Spiel wurde später die Quelle der Kodo Zeremonie (Weg des Räucherwerks).

Traditionelles japanisches Räuchergefäß

Traditionelles japanisches Räuchergefäß

Während der Lehnszeit (Sengoku jidai, 1490 – 1573) Japans entwickelte sich der Bedarf für die sowohl einfache als auch praktische Form des Räucherstäbchens. Chinesen der Ming-Dynastie lieferten die Techniken, Räucherstäbchen herzustellen. Es war einfach, das pulverisierte Räucherwerk zu einem Stäbchen zu rollen, und es war leichter zu transportieren und zu verwenden. Dies war eine Epoche der uneingeschränkten Räucherstäbchen-Beliebtheit. Räucherstäbchen waren begehrt in allen Klassen, reich und arm.

Baieido geht auf die Muromachi Periode (1338-1573) in der japanischen Geschichte zurück. Während dieser Zeit wurde der Gründer von Baieido Kakuuemon Yamatoya ein Großhändler für medizinische Kräuter in Sakai. Sakai war ein bekannter Handelshafen (nahe Osaka) im altem Japan, in dem der Handel mit Räucherwerk eine hohen Stellenwert besaß. Im Jahr 1657 nannte sich der Gründer “Jinkoya Sakubei” und spezialisierte sich darauf, Räucherzutaten und Räucherstäbchen zu verkaufen. “Jinkoya” (Aloenholzhändler) war in Sakai ein besonderer Name. Nur medizinische Großhändler, die sich auf Räucherwerk spezialisiert hatten, wurden bevollmächtigt, diesen Namen zu verwenden.

Die Herstellung von Räucherstäbchen ist ein außerordentlich zarter Prozess. Baieido widmet sich seit über 300 Jahren den alt-ehrwürdigen Traditionen von Jinkoya Sakubei, Räucherstäbchen herzustellen. Die Methoden und Rezepte sind von Generation zu Generation in einer ungebrochenen geheimen mündlichen Tradition überliefert worden.

Baieido steht in der Tradition, die geheimen Formeln des Urahnen Jinkoya Sakube zu bewahren. Es ist der glühende Wunsch von Baieido, seinen Kunden die wahren, ehrwürdigen Düfte reinster Räucherstäbchen durch die seit der Gründung im Jahr 1657 gehüteten Methoden zu bieten.

Die Geschichte vom Prinzen Genji – Genji monogatari – wird als der erste bedeutende Roman der Literaturgeschichte angesehen. Er wurde von Murasaki Shibuki, einer Dame, die am Hof von Heian lebte, im 11. Jahrhundert geschrieben. Der Roman erzählt in 54 Kapiteln vom Leben und den Liebesaffairen des Prinzen Genji . Die Erzählungen von Genji wurden auf zahllosen Bildern (Ukiyo-e) verewigt.

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Quelle: Baieido Japan / aus dem Englischen übertragen Klaus Wengel

©iStockphoto.com/BernardAllum/baieido

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