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Myrrhe

Mittlerer Osten

Mittlerer OstenHerkunft

Herkunft

Myrrhe ist das Harz des Myrrhenbaumes (Commiphora myrrha). Man findet Myrrhen-Bäume vom Jemen über Ost-Äthiopien, Somalia bis in den Norden von Kenia. Der Name leitet sich aus dem Arabischen von „murr“ bzw. „maror“ = bitter ab.
Myrrhe-Baum

Myrrhe-Baum

Der Myrrhe-Baum

Die Myrrhe ist ein Baum mit dornigen Ästen, der bis zu einer Höhe von etwa neun Meter wachsen kann. Typisch ist die silbergraue Rinde, die sich immer wieder an vielen Stellen pergamentartig ablöst und kräuselt. Wahrscheinlich ein Schutz gegen Hitze und Austrocknung.

Myrrhe-Harz

Myrrhe-Harz

Das Harz

Das Myrrhen-Harz ist braun und von sehr fester fast glasartiger Konsistenz. Die meisten Sorten geben deshalb bei Zimmertemperatur nur sehr wenig von Ihrem Duft frei. Der Duft des Myrrhe-Rauchs ist warm-erdig-würzig-leicht. Der Geschmack des Harzes ist bitter.
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Geschichtliches

.Myrrhe ist eines der ältesten Medikamente der Welt. Es wurde in den ägyptischen medizinischen Texten schon seit 2800 v. Chr. erwähnt und ist eines von vielen Zutaten im Papyrus Ebers, das über achthundert Arzneimittel Rezepte erwähnt. Die Ägypter verbrauchten große Mengen von Myrrhe, sowohl in den Tempeln als auch zur Einbalsamierung und zur Herstellung edler Salben. Außerdem wurde Myrrhe gerne dem Wein zugesetzt.

Schon das älteste in der ägyptischen Literatur erhaltene Gedicht, das 4.000 Jahre alte „Lied des Harfenspielers“ empfiehlt Myrrhe für den Lebensgenuss mit folgenden Worten:
Folge deinem Wunsch, weil du lebst,
lege Myrrhe auf dein Haupt,
kleide dich in feines Linnen,
getränkt mit köstlichen Wohlgerüchen,
den echten Dingen der Götter.
Vermehre deine Wonnen noch mehr,
lass dein Herz nicht müde sein,
folge deinem Wunsch und deinem Vergnügen
Der griechische Geschichtsschreiber Plutarch (um 46- 119) berichtet, das im Tempel der Isis täglich dreimal geräuchert wurde. Morgens vermutlich mit Weihrauch, mittags mit Myrrhe und abends mit Kyphi.
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Das Hohelied Salomons sagt in Kapitel 4.13 über den Körper der Geliebten, dass er dufte…
…wie ein Lustgarten von Granatäpfeln und Zyperblumen, mit Narden und Safran, Kalmus und Zimt, Weihrauch, Myrrhe und Aloe“.
Myrrhe war im Altertum weit verbreitet. Gleichermaßen wurde es in den Tempeln von Babylon, Griechenland, Indien, China und Rom verräuchert und selbst Piraten sahen es als wichtige Beute an.
Wie Weihrauch war auch  Myrrhe über Jahrtausende ein wichtiges Handelsgut.
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Heutige Verwendung

.Myrrhe hat eine antiseptische, blutstillende Wirkung. Das wussten schon die alten Ägypter, die Ihre verwundeten Soldaten damit behandelten.

Auszüge aus der Myrrhe finden heute noch sehr vielfältige Verwendung, z.B. als Myrrentinktur zur Behandlung leichter Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, oder in Kaugummi, Zahncremes und im Rasierwasser. Weiterhin kennt man das ätherische Myrrhenöl auch als Kopfnote in Parfums wieder. Auch zur Restauration alter Instrumente wird es hin und wieder noch benötigt.
Myrrhe-oel

Myrrhe-Öl


Myrrhe-Öl

Das ätherische Öl, welches aus Myrrhe-Harz destilliert wird, ist typischerweise dick, hellgelb bis orange-braun, mit einem warmen, balsamischen, süß, würzig, scharfen Aroma. Es hat viele der gleichen Eigenschaften wie das Harz. Da das Myrrhenöl auch während und nach der Destillation ausflockt und alle Leitungen verstopft, ist nach dem Vorgang eine gründliche Reinigung der Anlage erforderlich.

Schlussbemerkung

Vorsorglich weisen wir noch einmal darauf hin, dass das von uns verkaufte Myrrhen-Harz ausschließlich zum Verräuchern gedacht ist und kein Heilmittel oder Kosmetika darstellt.
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©iStockphoto.com/AWSeebaran/zanskar

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